Presse

„Drei Schläge bei der Premiere“

Markus Schütz eröffnet erstmals den Kirta – Herbstdult dauert bis 6. Oktober

Altötting. Ob die Knie tatsächlich schlotterten, wie Bürgermeister Herbert Hofauer anmerkte, war wegen der grünen Schütze nicht zu sehen. Aber die Hände zitterten schon merklich, als Markus Schütz am Samstagnachmittag im Kirta-Stadl der Festwirtsfamilie Hell zum Schlegel griff, um das erste Fass Bier anzuzapfen. Es war schließlich Premiere für ihn; erst seit diesem Jahr ist er Kirtareferent des Wirtschaftsverbandes. Und Landrat Erwin Schneider hatte ihn noch zusätzlich nervös gemacht. Der Bürgermeister wiederum spottete in Richtung Landrat, dass dieser nur „gescheid daherredt, aber das ganze Jahr kein Fass anzapft“. Hofauers Vorhersage jedenfalls, dass Markus Schütz drei Schläge brauche, wurde wahr. Und dann hieß es: „Auf einen schönen Kirta!“ Zum 44. Mal findet das Herbstvolksfest heuer statt. Schütz, Schneider und Hofauer verliehen in ihren kurzen Grußworten an die Gäste, die schon am Nachmittag zahlreich den Hellstadl füllten und auch in der Weinlaube von Peter Mayer anzutreffen waren, ihrer Hoffnung Ausdruck, dass der Kirta friedlich verläuft, dass viele Gäste kommen und dass gute Geschäfte gemacht werden. Und natürlich, dass das Wetter hält. Zumindest beim Auftakt konnten Veranstalter, Teilnehmer und Zaungäste nicht klagen. Entgegen der ursprünglichen Prognosen regnete es nicht, die Sonne spitze sogar durch die Wolken. So kamen die Teilnehmer des Kirtaumzugs trockenen Fußes zum Dultplatz. Angeführt wurde die Festprozession vom Neuöttinger Spielmannszug, die Vereine der Stadt waren in ihren Trachten dabei, die Honoratioren fuhren in den Kutschen. Die Spitze des Wirtschaftsverbands, der heuer 50-jähriges Bestehen feiert, war gleich an den knallroten Herzerl-Luftballons zu erkennen. Festwirte und Bedienungen marschierten ebenfalls mit. Den Abschluss bildete ein Autokorso.  − ecs

 

Quelle: ANA 30.09.19

„Der Kirta ist gerüstet“

Mit gleich zwei Holzhütten startet Altötting am Samstag ins zweite Volksfest

Altötting. Zwei Tage noch, dann stemmt sich der Altöttinger Dultplatz wieder gegen das Herbstgrau. Kirta ist angesagt, das zweite Volksfest im Altöttinger Jahresverlauf. Die Aufbauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen.
Schon am Dienstagnachmittag warteten Kettenkarussell sowie das Gros der Los-, Schieß- und Schmankerlbuden weitgehend betriebsbereit darauf, dass es losgeht. Am Autoscooter wurden letzte Bodenplatten und Leitungsanschlüsse verlegt. Nur vom Kirta-Weiher war noch nichts zu sehen.
Viel zu tun gibt es dieses Jahr für Peter Mayer und seine Familie. Schließlich sind sie mit ihrer Weinlaube zum zehnten Mal auf dem Kirta vertreten. Entsprechend hoch sind heuer die Ansprüche. Anders als bislang ist Mayer heuer mit einer kompletten Holzhütte angerückt. Wesentlich mehr Sitzplätze und eine Heizung biete der 12,5 auf zehn Meter große Bau, dazu komme ein 14 auf acht Meter großer Biergarten, schwärmt Peter Mayer, der am Samstag mit lateinamerikanischen Klängen starten will und sich dank seiner Hütte auch im Fall von Regen und Kälte gerüstet sieht.
Offizieller Startschuss des Kirta ist am 28. September um 14 Uhr. Wie gewohnt, geht es per Festzug vom Stadtzentrum aus zum Dultplatz. Dort steht heuer jeder Kirta-Tag unter einem anderen Thema – vom Tag der Vereine über den Madls-Abend bis hin zum Bienen-Kirta. Den ersten Tag haben Kirta-Referent Markus Schütz und seine Kollegen vom Wirtschaftsverband unter das Motto „Tag der guten Nachbarschaft“ gestellt, mit den „Los Chicos“ in der Weinlaube und „AllGeier“ im Kirta-Stadl.
Letzterer steht heuer schon etwas länger auf dem Dultplatz. Eine Woche vor dem Kirta- Start nutzte Wirtschaftsverbands-Schriftführerin Martina Irgmeier, früher Hofauer, den Stadl, um dort nach der kirchlichen Hochzeit zu feiern. Entsprechend sei ein Gutteil der Aufbauarbeiten dieses Jahr schon im Vorfeld angefallen, sagt Senior-Bräu Georg Hell – die Woche vor dem Kirtabeginn sei dafür entspannter.
Überhaupt habe sich im fünften Jahr des Kirta-Stadls schon ausreichend Erfahrung eingestellt, um die Arbeiten zügig zu erledigen. So stand für den gestrigen Spätnachmittag wieder das Stadlschmücken mit Hopfenreben an. Mehr als 150 buschige Reben sollen im Holzbau das passende Ambiente dafür schaffen, dass auch eine ordentliche Menge des mit den Dolden verbundenen Getränks unter die Kirtabesucher kommt.  − ckl

 

Quelle: ANA 26.09.19